Da wir ja nicht nur Katzen in unserer Familie haben, sondern auch gut erzogenene Hunde, wissen wir, dass man Katzen nicht wirklich erziehen kann. Aber mit viel Geduld, Konsequenz und Liebe kann man den Stubentiger durchaus von grundsätzlichen Regeln überzeugen.
Alle unsere Katzen sind bereits "erzogen", d.h. sie kennen "NEIN", ihren Namen und wissen ganz genau, wenn die zuckersüße Babystimme von Frauchen kommt, ist es besser zu hören, denn dann kommen die supertollen megaguten Leckereien.
- Klare Worte für "Verbote": Rufen Sie "NEIN" (wie bei der Hundeerziehung: „böse Stimme“) und holen Sie Ihre Katze wieder vom Tisch runter.
- Wasser: eine Blumenspritze bei „konsequentem Nichthörenwollen“ hat schon Wunder bewirkt. Pech ist nur, wenn der Kobold der grad Unfug macht zu den Wasserliebhabern gehört. Da hilft dann nur Geduld und
- Belohnung: das Positive verstärken – ähnlich wie in der Hundeerziehung, doch Katzen lassen sich nicht ganz so gut konditionieren.
- Kratzen & Beissen: Bei kleinen Katzen ist das normal, dass sie beim Spielen Ihre Beute bekämpfen. Das können Hosenbeine, Zehen oder Finger sein. Spielen Sie lieber mit einer Fellmaus den Jagdtrieb Ihrer Katze aus, als mit den Fingern zu wackeln. Dann lernt Mietze: Hand = Streicheln und Schmusen - Spielzeug darf man beißen und kratzen. Verbot: „NEIN“ Böse Stimme oder Blumenspritze
- Wichtig: Schlagen Sie niemals Ihre Katze – das zerstört das Vertrauen in Ihre Schmusehände!.
- Beobachten & Lernen: Alle Tipps sind oft vergebens - es hat alles nichts geholfen? Beobachten Sie Ihre Katze, wenn sie denken, dass sie ein zu aggressiv-auffälliges Wesen zeigt. Hat sich etwas in der Umgebung verändert, bekommt sie zu wenig Aufmerksamkeit? Gehen Sie nicht auf Sie zu, wenn sie nicht will. Bei dauerhaften Verhaltensstörungen kann ein Rat beim Tierarzt/Tierheilpraktiker nicht schaden.
- Lockruf: Konditionierung mit einem Futterlockruf oder mit einer Käserollisdose – da sind unsere ganz wild drauf. Die Klapperdose lockt auch die größte Schlafmütze aus ihrem Versteck. Finden Sie heraus, auf was Ihre Katze "hört"!
- Geduld und Liebe sind die Schlüssel bei der Katzen“erziehung“.
Und so kann es in der Praxis aussehen (natürlich mit einem dicken Augenzwinkern)
Regeln für das Zusammenleben von Mensch und Katze
- Die Katze darf nicht ins Haus.
- OK, die Katze darf ins Haus, aber nur in bestimmte Räume.
- Die Katze darf in alle Räume, aber nicht auf die Möbel.
- Die Katze darf nur auf alte Möbel.
- Also gut, die Katze darf auf alle Möbel, aber nicht mit ins Bett.
- OK, die Katze darf ins Bett, aber nur manchmal.
- Die Katze kann im Bett schlafen, wann immer sie möchte, aber nicht unter der Decke.
- Die Katze darf nur manchmal unter der Decke schlafen.
- Die Katze kann jede Nacht unter der Decke schlafen.
- Menschen müssen um Erlaubnis bitten, wenn sie mit der Katze unter der Decke schlafen möchten.
